Geschlecht >2 ?

Unsere Vortragsreihe steht unter dem Motto „>2“.

Das steht für die Annahme, dass es mehr als zwei Geschlechter gibt. Biologisch ist das bewiesen und in Fachkreisen anerkannt. Aber nicht nur biologisch betrachtet, sondern auch im sozialen Kontext kann von mehr Geschlechtern ausgegangen werden, da sich nicht jede*r in das starre binäre Geschlechtersystem von männlich und weiblich einordnen will. Viele fühlen sich durch Rollenbilder und Erwartungen der Gesellschaft eingeschränkt.

Unsere Vortragsreihe macht auf von der Gesellschaft konstruierte Geschlechterbilder aufmerksam und fragt nach den Auswirkungen im Alltag, zum Beispiel nach der Repräsentation von Geschlecht in den Medien.

Wie Videospiele interaktiv mit Geschlecht umgehen, darüber spricht Natanji, Bloggerin und Aktivistin aus Aachen. Denn das junge Medium der Videospiele bedient sich genauso wie Literatur, Musik und Film vieler klassischer Geschlechterbilder und Rollenklischees. Wie aber wirkt sich die einzigartige Interaktivität des Mediums auf Repräsentationen von Geschlecht und Sexualität aus? Es gibt Games, die Spielende zu normativen oder anti-emanzipativem Verhalten bewegen und sogar welche, die das virtuelle Ausleben von Identitäten ermöglicht, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen.

Von der typischen, bürgerlichen Norm weichen auch neue Familienstrukturen ab. Darum geht es im Impulsvortrag mit Kathrin Peltz von der Hochschule Landshut und Jochen König, Autor und Blogger aus Berlin. Jochen König lebt zusammen mit seinen beiden Töchtern in einer Co-Elternschaft und hat die „Mutterrolle“ übernommen. Außerdem widmen sich beide der Frage wie Kinder geschlechtsneutral erzogen werden können, sodass sie keine Rollenbilder vermittelt bekommen, die Kinder möglicherweise einschränken.

Natürlich gibt es auch immer Raum für Fragen, Anregungen, Kritik und Diskussion mit den Referent*innen!

Neugierig geworden? Dann kommt doch vorbei!

15. Mai um 20 Uhr im Hörsaal 11 (IM): „Gender im Gaming“

24. Mai um 20 Uhr im Hörsaal 3 (Philo): „Geschlechtsneutrale Erziehung und neue Familienstrukturen“

 

Wir freuen uns auf euch!